Kreftige Worte

Meinungen zu Lübeck, Schleswig-Holstein und Europa

20. Oktober 2014

Europa
Keine Sau interessiert sich für Europa?

Gegen­wär­tig wird die Kom­mis­si­on der EU neu besetzt. Dies ist erfor­der­lich, weil wir im Mai das Euro­pa­par­la­ment neu gewählt haben und erst­mals Spit­zen­kan­di­da­tIn­nen ins Ren­nen geschickt wur­den, die „Regie­rungs­chef“ für Euro­pa wer­den woll­ten. Zwar ver­such­ten die Staats- und Regie­rungs­chef nach der Wahl den Spit­zen­kan­di­da­ten der Kon­ser­va­ti­ven Juncker — die­se haben ja die Wahl ins­ge­samt gewon­nen —  zu ver­hin­dern. Doch die Abge­ord­ne­ten haben sich durch­ge­setzt: Der Wahl­sie­ger soll Kom­mis­si­ons­prä­si­dent wer­den und stellt nun mit den EU-Staa­ten die­se euro­päi­sche Regie­rung zusam­men. Wie ich fin­de ein sehr span­nen­der Pro­zess! Wel­ches Par­la­ment wird so inten­siv an der Regie­rungs­bil­dung betei­ligt? Deut­sche Land­ta­ge und unser Bun­des­tag jeden­falls nicht! Doch wen inter­es­siert es? Mir ist gar nicht auf­ge­fal­len, dass die „klas­si­schen Medi­en“ kaum dar­über berich­ten. Mir geht es so wie Stef­fen, was er in sei­nem Bei­trag erklärt.

Ich nut­ze auch die twit­ter­feeds des Euro­pa­par­la­ments und der deut­schen SPD-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten, aber auch der täg­li­che News­let­ter oder Blick auf die Home­page von eurac­tiv brin­gen mir die rele­van­ten Nach­rich­ten. Seit Jah­ren bin ich mein eige­ner „Redak­teur“.

Soll­te man die­ses Ver­sa­gen der „klas­si­schen Medi­en“ bekla­gen oder sich sei­ne eige­ne Nach­rich­ten wei­ter­hin zusam­men­stel­len? Wol­len „klas­si­sche Medi­en“ aller­dings Leser mit mei­nem Nut­zer­ver­hal­ten und mei­nem Inter­es­se errei­chen, soll­ten sie sich viel­leicht doch ein wenig mehr küm­mern. Auch weil die euro­päi­sche Poli­tik ja längst nichts mehr nur für Poli­tik-Nerds ist.

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