Kreftige Worte

Meinungen zu Lübeck, Schleswig-Holstein und Europa

12. Oktober 2017

Allgemein/Europa
Mehr Europa wagen

Ende Sep­tem­ber war ich in Ros­tock zu einem Dia­log über Euro­pa. Ein span­nen­der Gedan­ken­aus­tausch! Hier Aus­zü­ge aus dem Bericht (Gesamt­be­richt):

[…] „Seit über 60 Jah­ren leben wir in Euro­pa fried­lich mit­ein­an­der. Die­ser Grund­kon­sens darf nicht auf­ge­kün­digt wer­den“, sag­te Enri­co Kreft, Prä­si­di­ums­mit­glied der Euro­pa-Uni­on Deutsch­land, in sei­ner Begrü­ßung. Die Bür­ger­dia­lo­ge, die die Euro­pa-Uni­on mit ihren Part­nern bun­des­weit orga­ni­siert, leis­te­ten einen Bei­trag zur Debat­te über die künf­ti­ge Rich­tung der Euro­päi­schen Uni­on. […]Die Fra­ge nach der Zukunft der EU zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. „Die EU wird schei­tern“, war ein Teil­neh­mer über­zeugt und ern­te­te damit viel Wider­spruch. „Das Euro­pa, wie wir es ein­mal haben wol­len, kön­nen wir nicht aus dem Boden stamp­fen“, ent­geg­ne­te ein ande­rer Teil­neh­mer. Es müss­ten die Berüh­rungs­punk­te gefun­den wer­den, auf deren Grund­la­ge Euro­pa wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kön­ne. „In der nächs­ten oder über­nächs­ten Gene­ra­ti­on wird Euro­pa ein ande­res Gesicht haben als wir es heu­te ken­nen, und die Men­schen wer­den sich fra­gen: ‚Wor­über haben die sich damals eigent­lich gestrit­ten?‘“, ist er über­zeugt. Auch Enri­co Kreft zeig­te sich mit Blick auf die Zukunft der EU zuver­sicht­lich. „Ich bin über­zeugt, dass Euro­pa nicht schei­tern wird“, unter­strich Kreft. Dies leh­re ihn die posi­ti­ve Erfah­rung der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung, die eben­falls eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar­ge­stellt habe. „Aus die­sen Erfah­rungs­wer­ten schöp­fe ich die Kraft, dass wir das hin­be­kom­men. Wir müs­sen das schaf­fen“, so Kreft. […]

Ich enga­gie­re mich wei­ter für ein bun­tes, soli­da­ri­sches, hand­lungs­fä­hi­ges Euro­pa. Wenn selbst einem gestan­de­nen Euro­pa­po­li­ti­ker wie Mar­tin Schulz im Wahl­kampf das Euro­päi­sche so gut wie weg bera­ten wur­de (oder wie auch immer es dazu kam, dass sein größ­tes Pfund als gro­ßer Bal­last gese­hen wur­de), dann braucht es wei­ter jun­ge und alte Europäer*innen, die an die euro­päi­sche Idee von Frie­den, Wohl­stand und Sicher­heit (Gerech­tig­keit) glau­ben. Im Brandt­schen Sin­ne gilt wei­ter­hin nicht nur „Mehr Demo­kra­tie wagen“, son­dern noch mehr „Mehr Euro­pa wagen!“. Wer noch (» www.europa-retten.eu)? #euro­pa­ret­ten #zukunft #eu

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