Tja, wenn Bild und Schlagzeile ungewollt miteinander verschmelzen…

Da soll man einer sagen, wir würden nicht für unsere Positionen kämpfen! Die Lübecker Nachrichten titelten seinerzeit unseren Widerstand gegen die Diätenreform des schleswig-holsteinischen Landtags mit der einhergehenden Erhöhung der Diäten…
Einen Aspekt möchte ich aufgreifen: Das Ringen um den Erhalt der Universität Lübeck mit ihrem Medizinstudiengang ist ebenso ein Geschlechterkampf! Eine alternde, dumpfe Herrenriege, also die Landesregierung, will einen Studiengang platt machen, der zu etwa 70% aus Frauen besteht. Warum so viele Frauen? Weil sie insbesondere die besseren Abiturprüfungen abgelegt haben als ihre männlichen Mitbewerber. Dass bei der schleswig-holsteinischen CDU das zu einem Gesellschaftsbild der 50er Jahre passt, dass Frauen lediglich die “drei Ks” zu erfüllen haben als sich selbst zu qualifizieren, hatte mich nicht sonderlich überrascht. Aber aus sicht der Liberalen kann sich Leistung doch wohl nicht nur für Männer lohnen? Auch deswegen muss die Universität Lübeck erhalten bleiben. Wir können uns diesen weiblichen Braindrain nicht leisten.
Ganz im Gegenteil. Wir brauchen dringend einen Braingain: Jährlich verlassen inzwischen 155.000 AkademikerInnen unser Land (gehört im Report Mainz). Also diejenigen, die hier gut und teuer ausgebildet worden sind. Wir brauchen mehr Geld für die Bildung und Akademisierung unseres Landes, um unsere Innovationsfähigkeit zu erhalten. Zudem stehen wir vor dem Hintergrund der Vergreisung in Europa vor der Herausforderung insgesamt in den kommenden zehn Jahren jünger zu werden…
Die Nachricht, dass die Mehrheit der schleswig-holsteinischen K.o.alition hinsichtlich der Schließung hin ist, ist nicht an mir vorbei gegangen, aber ich glaube es erst, wenn es zur Abstimmung im Landesparlament gekommen sein wird… Die Selbstkasteiung der Universität als Komprissangebot an die Landesregierung sind hoffentlich mit der Nicht-Mehrheit der Wespenkoalition auch vom Tisch. Wir brauchen ein Mehr an Universität in Lübeck: Bspw. wäre ein Medizinrechts-Lehrstuhl sinnvoll. ÄrztInnen und weiteres Krankenhauspersonal stehen vor vielen juristischen kniffligen Fragen – tag ein, tag aus.
Ich weiß nicht, wie lange ich schon über den St.Lorenz-Friedhof gehe, um zu den Supermärkten in der Ziegelstraße zu gelangen oder auf dem Friedhof mal Rast mache. Jedenfalls wurden vor kurzem Hürden errichtet, die mich wirklich ärgern: Der Trampelweg über den Friedhof vorbei an der St. Lorenz-Kirche ist zur Leimsiede hin abgesperrt worden. Das dortige Tor ist verschlossen. Noch bin ich sportlich genug, diese Hürde zu überwinden…
Und warum die Schließung? Die Kirche wolle angeblich nicht (mehr), dass der Trampelpfad genutzt werde.
UPDATE [05-07-10]: Möglicherweise ist die Schließung im Zusammenhang mit dem neu entstehenden Einaufszentrum auf dem ehemaligen Bosch-Gelände zu betrachten. An meiner Haltung ändert das aber nichts.
Verstehen kann und ich will ich das nicht: Warum soll ich erzogen werden, anders zu gehen? Was will Kirche damit erreichen? Noch mehr Menschen von sich abbringen?
Zur Folge hat diese Entscheidung, dass ich diesen Friedhof meiden werde. Schade. Nun mag es makaber klingen, aber die paar Minuten Stille – Bänke laden zum längeren Bleiben ein – genoss ich. Und: so ein Friedhofsbesuch zeigt mir immer wieder, dass zum Leben auch der Tod gehört – irgendwann ja auch der eigene. Wir sind vergänglich. Und das es Menschen gibt, die sich mit dem Tod auch weiter kümmern: Grabsteine und Grabpflege sind durchaus bewundernswert.
Werter Kirchenvorstand oder wer auch immer für diesen Schwachsinn verantwortlich ist: macht das Tor wieder auf! Macht aus dem Trampelpfad einen ordentlichen Weg: ihr sollt uns nicht den Weg vorgeben, sondern begleitet uns und geht auf unsere Bedürfnisse ein! Öffnet Euch!
Posted: Juni 29th, 2010
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Immer mal wieder wird das Ende der Blogosphäre besungen. In Lübeck entstehen weitere Blogs. Prominenten Zuwachs erhält die Lübecker Szene (hat jemand eigentlich einen Überblick?): Unter anderem bloggen neuerdings der ehemalige FDP-Kommunalpolitiker Thomas Schalies (Warum eigentlich nicht schon in der aktiven Zeit?!?) und der Pressesprecher der Hansestadt Lübeck, allerdings privat. Freue mich auf spannende Diskurse… und im Sinne des netzwertig-Artikels auf viele Verlinkungen innerhalb dieser “Szene”
Willkommen in der Blogosphäre!
Posted: Juni 21st, 2010
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Die Lübecker Europaschule Friedrich-List-Schule veranstaltete einen Thementag Europa. Mit einer 12. Klasse simulierte ich eine Ratssitzung. Wir diskutierten über den Bologna-Prozess und unterzogen ihn einer kritischen Würdigung.
Weiteres zu diesem Tag ist unter www.listschule.de/europa/seite.htm zu finden.
Posted: Mai 12th, 2010
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Als Lübecker unterstütze ich das Begehren von “Rettet den Regenwald e.V.” zu:
Tropenholzpromenade in Travemünde – Nein Danke!
Bei der Neugestaltung der Travemünder Strandpromenade soll Tropenholz verwendet werden! Wir dürfen nicht zulassen, dass Kommunen Tropenhölzer wieder salonfähig machen und damit die Zerstörung der Regenwälder vorantreiben. Noch ist alles in einem frühen Planungsstadium.
Protestaktion unterstützt man hier http://www.regenwald.org
Mit Pocket Web werden Ihre E-Mails mobil. Mehr erfahren Sie unter www.pocket-web.de.
Posted: Mai 9th, 2010
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Demokratie ist doch auch ein spannender Prozess, in dem die unterschiedlichsten Vorstellungen zu einer Mehrheit gebracht werden oder auch nicht. Zwei kompetente Kandidaten der SPD Lübeck haben sich als Wirtschafts- und Innensenator präsentiert. Nur einer konnte gewinnen: Sven Schindler mit 35 von 60 Stimmen. Ja, SPD kann auch wirtschaften… Natürlich hat es innerparteilich die Nerven strapaziert, dass die BfL einen Kandidaten der SPD vorschlug. Aber als Demokraten wurde damit umgegangen, durchaus auch emotional.
Erschreckend muss das Wahlergebnis beim Umwelt- und Innensenator für die CDU Lübeck sein: Der Grüne Bernd Möller ist knapp gewählt worden. Der Christdemokrat Geißler hatte zwei Stimmen weniger. Die CDU Lübeck steht vor einem Scherbenhaufen. Sie hat keinen Landtagsabgeordneten, Bundestagsabgeordneten oder Senator. Für eine Volkspartei in der zweitgrößten Stadt Schleswig-Holsteins sicherlich nicht enfach zu verkraften.
Und was machte die FDP? Ihr Kandidat hat sich offenbar ausschließlich selbst gewählt. Es mag skurril oder wirr wirken. Hohn und Spott empfinde ich übrigens nicht. Dies sind aber normale Vorgänge, allzu menschlich.
Posted: März 25th, 2010
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Nicht rauchen, laufen, Rad fahren, Bus nutzen, Müll trennen, Häuser isolieren: jeder von uns kann dazu beitragen, nachhaltig in seiner Stadt zu leben. Ich finde, dass sich Lübeck geradezu anbietet, Ressourcen schonend zu leben. Kurze Wege für Einkaufsmöglichkeiten sollten uns zu Fußgängern und Radfahrern machen; das beispielsweise unsere Altstadtinsel immer noch mit dem Auto erreicht werden kann, halte ich für bescheuert, ähm nicht sinnvoll. Wir haben in vielen Stadtteilen Wochenmärkte, die vom Aussterben bedroht sind. Wir haben nur noch wenige Metzger. Wir sollten uns besinnen und diese Angebote durch unsere Macht als Verbraucher aufrecht erhalten. Lübeck bietet uns eine Fülle an Natur: ob Ostseeküste, ob Wakenitz, ob Trave, ob Kanäle, ob Wald… Hervorragend geeignet zum Wandern, Laufen, Spazieren, Erholen. Zum nachhaltigen Leben gehört für mich dann auch, darüber zu streiten, einen Billigflieger-Flughafen vorzuhalten. Das Auto stehen lassen, vielleicht sogar verkaufen und sich dem Stattauto-Carsharing-System anzuschließen, deren Netz immer dichter wird. Ich bin davon überzeugt, dass man ökologische Ökonomie (=nachhaltige Wirtschafts- und Standortpolitik) umsetzen kann, dies also gerade kein Widerspruch ist (ich erwähne dies explizit, weil immer noch trotz Ökowirtschaft so argumentiert wird). Überraschenderweise wartet IKEA für sein Ansiedlungskonzept in Dänischburg mit einem Öko-Konzept auf. Die Investitionen werden sich erhöhen, sollen sich aber in einem Zeitraum von acht Jahren amortisieren und IKEA sogar weitere Einnahmen generieren.
Aufschläge aus der lübschen Verwaltung zur klimafreundlichen Stadt zu werden, gibt es. Am wichtigsten scheint mir dabei den Wohnungsbestand unter die Lupe zu nehmen und vor allem Privatvermieter anzuhalten, Häuser mindestens nach Energieeinsparverordnung auf Stand zu bringen. Da wird noch ne Menge unnütz Energie und somit Geld verbrannt…
Ich weiß, warum ich gern in Lübeck lebe…
Update am 10.09.2010 link eingefügt, zu einem ausführlicheren Artikel als mein bescheidener Beitrag -> http://goo.gl/9bq0
Posted: März 21st, 2010
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Etwa 70 Millionen Euro wird der Ausbau des Regionalflughafens Lübeck-Blankensee wohl die Hansestadt Lübeck kosten, sollte das Bürgerbegehren am 25. April erfolgreich sein. Geld das Lübeck schon jetzt nicht hat. Ich hoffe, dass alle dies bedenken, wenn sie ihre Entscheidung treffen. Aber: die angedachte Stadtbahn mit einem möglichen Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro muss ja auch irgendwie finanziert werden (Ironie!). Also: für 70 Millionen Euro könnten ca. 2 Mio Passagiere jährlich befördert werden; für 250 Millionen (so viel Defizit fahren die städtischen Busbetriebe in einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren ein) vllt 200000 Fahrgäste. Legte ich das Passagieraufkommen zugrunde, dann wäre klar, was zu finanzieren ist, nicht? Lübeck hat zur Erinnerung gegenwärtig 1,3 Milliarden Euro Schulden. Wahnsinnszahlen, oder?!
Meine Partei, ja auch eine Fraktion ist Teil des Ganzen, ist also für den Vorstoß verantwortlich “Smileys” nach Lübeck zu holen. Lübeckerinnen und Lübecker sollten in der Tat mehr Lächeln – auch über diesen Vorstoß. Natürlich ist es wichtig, zu wissen, welches Restaurant oder andere Lebensmittelgeschäft aufgesucht werden kann, ohne hinterher mit Beschwerden zu Hause herumzuliegen. Die Idee an sich ist richtig. Ich finde das Bemühen dennoch aus zweierlei Gründen überflüssig:
1. Die Hansestadt Lübeck ist hochverschuldet. Sie muss sich auf die Aufgaben konzentrieren, die sie schon jetzt mit Mühe und Not (das ist nun eine sehr freundliche Beschreibung der Zustände) nachkommt.
2. Es gibt Bewertungsportale wie qype, die von VerbraucherInnen geschrieben und genutzt werden. Gibt es bessere Lebensmittelkontrolleure als diese VerbraucherInnen?! Für Lübeck lassen sich bei qype jetzt schon knapp 600 Bewertungen zu Lübecker Restaurants finden.
Posted: März 3rd, 2010
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Wie passen das piepsende Vögelchen und ein rauher Seewolf zusammen? Ganz einfach: Der Gastronom des Restaurant “Seewolf” twittert. Und dies so engagiert und persönlich, dass er unter den Lübecker Twitterern inzwischen eine kleine Fangemeinde hat, die eine eigene Fanseite bei Facebook eingerichtet haben: einen Stammtisch2.0 sozusagen. Es gibt aber in Form von Twittagessen oder spontanen Besuchen beim Seewolf quasi einen Stammtisch1.0. – es fehlt nur noch der Wimpel.
Über twitter.com hat er zumindest auf sein neues Lokal in Lübeck aufmerksam gemacht. Bisher waren die twitternden Gästen vom Essen, Service und Asgaard überzeugt worden, wieder vorbeizuschauen. Nicht nur innerhalb des Twitter-Zirkels, sondern nunmehr mit ihren Bekannten.
Twitter hat einen Mehrwert: für den Gastronom und die Gäste.
Posted: Januar 3rd, 2010
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Luebeck – Cafes – Coffee Shops
Vier Sterne für
*breites Angebot
*großzügige Räume
*überaus angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis (gerade der “Zwei-für-einen-Preis” ist sehr löblich!)
*toller Geschmack
Gehe, fahre beinahe täglich mehrmals daran vorbei. Endlich war ich mal drin. Ein guter Laden in direkter Nachbarschaft zum überteuterten Cafe der Stadtbäckerei Junge. Das Double Coffee ist recht groß, was ich beim Vorbeigehen nicht vermutet habe…
Mein Beitrag zu double coffee – Ich bin enrico_kreft – auf Qype
Posted: Januar 16th, 2009
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Die LN-JournalistinSchreiberin v.Z. hat in den letzten beiden Tagen darüber berichtetfabuliert, dass die Lübecker SPD mit der CDU gedealt habe, gegenseitig ihre Senatoren zu wählen. Dies laufe nun wohl auf eine “Große Koalition” (nochmal: Bürgerschaft ist eine Gemeindevertretung, kein Parlament! Daher gibt es auch keine Koalitionen, sondern Partner, Vereinbarungen, Kooperation.) hinaus. Das dürfe nicht sein, da die Lübecker SPD auf einem Kreisparteitag beschlossen habe, dass es gar keine Gespräche und Kooperationen mit der CDU geben dürfe. Kein Parteitag der Lübecker SPD hat diesen Beschluss gefasst! Es gab einen Antrag, aber keinen Beschluss!
Weiter mit einem Zitat aus dem LN-ArtikelSchreibversuch: “Auf Druck der Grünen distanziert sich Thieß in einer überarbeiteten Version seiner Pressemitteilung vom Senatoren-Deal [...]“. Die überarbeitete Version war nichts anderes als ein Copy&Paste-Fehler beim Absender, der innerhalb von wenigen Minuten berichtigt wurde. Die Grünen haben keinen Druck ausgeübt. So ein Quatsch!
Der Artikel ist mehr als tendenziös. Ich erwarte auch von einem marktbeherrschenden Lokalblatt mehr journalistische Tiefe und Fairness in der Berichterstattung. Vielleich sollten wir hier mal einen Medienpreis a la Goldene Himbeere ausloben. Meine Favoritin ist klar…
ERGÄNZUNG: siehe im Blog von KB aus Lübeck
Posted: Januar 14th, 2009
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Luebeck – Lebensmittel – Suesswaren & Schokoladen
Herrlich! Schoko- und KaffeegeniesserInnen kommen ihr ganz und gar auf ihren Geschmack. Bei diesen Produkten werden mal wieder die Sinne gefordert… Nicht nur zu den Feiertagen, auch zwischendurch mal eine gute Schokolade oder die gute Espressobohne kaufen und eintauchen… Urlaub zu Hause.
Mein Beitrag zu AMARO W.Denker u. W.Feling GbR – Ich bin enrico_kreft – auf Qype
Posted: Januar 13th, 2009
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Das Möbelunternehmen Dodenhof aus Posthaus bei Bremen will seit vielen Jahren einen Standort im Lübecker Gewerbegebiet Genin eröffnen. Immerwieder kommt es zu Verschiebungen. Ich finde, Lübeck sollte sich um die Ansiedlung von IKEA kümmern. Hier unten im Südosten Schleswig-Holsteins an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern fehlt m.E. diese Art von Möbelmarkt.
Inzwischen gibt es bei facebook, bei twitter etc. Leute, die das fordern. Einfach mitmachen! —>> Umfrage oder hier klicken.
Posted: Januar 13th, 2009
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