Diskussion zur Eurokrise, ursprünglich hochgeladen von enrico_kreft
Anläßlich der Europawoche 2010 nahm ich an der Veranstaltungsreihe der Europa-Union SH “Europäer gehen in die Schule” teil. Ich führte mit SchülerInnen der Lübecker Europaschule “Emil-Possehl-Schule” eine Debatte zu gegenwärtigen Eurokrise.
Auf der Homepage der Schule hat die zuständige Lehrerin diesen Bericht veröffentlicht:
Pünktlich zur Europawoche (5.5.: Europatag des Europarates; 9.5.: Europatag der Europäischen Union) besuchte uns Herr Enrico Kreft.
Er ist Mitglied im Bundesvorstand der überparteilichen Europa-Union und war viele Jahre Vorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten. Während einer 90-minütigen Unterrichtsstunde diskutierte der 31-jährige, auf EU-Recht spezialisierte Jurist, mit Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftskunde-Kurse des 13. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums.
Die Beteiligung der Schülergruppen war äußerst lebhaft, denn es besteht großes Interesse an der aktuellen dramatischen Finanzsituation Griechenlands und einiger anderer EU-Staaten. Der junge Experte für Europarecht erklärte seinen Zuhörern, warum es wichtig ist, Griechenland finanziell zu unterstützen, obwohl dies eigentlich einen gleichzeitigen Bruch des Lissabon-Vertrages bedeutet. Die SchülerInnen hatten viele kritische Anmerkungen und Fragen – der Experte half mit seinen speziellen Kenntnissen des EU-Rechts, hatte jedoch nicht für alle Schülerfragen Lösungen und Antworten parat. Damit wurde die äußerst komplexe aktuelle Gesamtproblematik mehr als offenkundig: Es gibt zur Zeit noch keine Patentlösungen für diese neuen Prozesse.
Eine große Sensibilisierung der jungen Menschen für die schwierigen gegenwärtigen Probleme in Europa wurde in diesen 90 Minuten auf jeden Fall erreicht. Dass sie nicht gelöst werden konnten, unterscheidet diesen Diskussionskreis derzeit nicht von der großen aktuellen EU-Politik.
Text und Bilder: Dagmar Ströder
Quelle: http://www.emil-possehl-schule.de/?s=europaschule/aktiv
Categories: europa bewegt
Tags: eud, eurokrise, europa
Comments: No Comments.
